27. Januar 2018

Vom zu wenig Zeit haben

Kennt ihr das auch ? 
 Viel zu oft werde ich von dem Gefühl unter Druck gesetzt, dass ich zu wenig Zeit habe.
 Das Gefühl besteht aus der Angst, etwas zu verpassen, und der Beklemmung, unter einer riesigen ToDo-Liste begraben zu werden. Ich denke ständig, ich habe keine Zeit. Abschalten und einfach mal nur auf dem Balkon sitzen ist Zeitvergeudung. Dadurch verpasse ich womöglich etwas Wichtigeres.

„Das Leben lebt mich und nicht ich lebe das Leben.“

Irgendwo habe ich dieses Satz mal aufgeschnappt und ich finde, diese Zeile beschreibt den Zustand, in dem viele von uns verweilen, ganz gut. Dabei haben wir Zeit, ganz viel sogar. Und wir allein bestimmen tagtäglich, was wir mit dieser Zeit anfangen. Wenn wir mal zuhause bleiben, um Zeit für uns zu haben, dann ist dies für uns selbst genauso kostbar, wie wenn wir in dieser Zeit gearbeitet hätten.
Ich sehe das so:
In einer dreckigen Wohnung kann ich nicht lernen.
Viel zu viel lenkt ab und ich fühle mich nicht wohl.
Also räume ich diese auf, damit ich mich besser konzentrieren kann. 
So, ist das auch mit meinem Kopf. Der muss auch einmal aufgeräumt werden, damit wieder neues reinpasst. Und dies passiert, in dem ich mir mal Zeit nehme, um zur Ruhe zu kommen. Indem ich mich in die Kissen kuschele und eine Serie anschalte, mir einen großen Kakao mit Marshmallows mache und aus dem Fenster schaue. Auch kann ich in dieser „Ruhephase“ mir Gedanken um meine Prioritäten machen und diese neu ordnen.
Wenn man sich die Zeit mal nimmt und darüber genauer nachdenkt, fällt einem schnell auf, dass man die Dinge, die einem wirklich wichtig sind, gerne vernachlässigt und hinten anstellt.

Als Kind war mir Lesen immer wichtig. Ich liebte es sehr, in die Welten einzutauchen, in den Buchcharakteren neue Freunde und Vorbilder zu finden und mit ihnen die Abenteuer zu erleben. Fragte man mich nach meinen Hobbys, stand dies sehr weit oben. 
Umso älter ich wurde, desto weiter rückte diese Leidenschaft in den Hintergrund. 
Viel wichtigere Dinge mussten erledigt werden, brachte das Lesen von Fantasyromanen mich schließlich im echten Leben nicht voran.
Was für eine graue Welt das doch war, in der ich ohne meine Bücher lebte. Denn sie gaben mir soviel mehr. 
Durch sie kam ich an einem nervigen Tag runter, an einem regnerischen Tag in die schönsten Gegenden und sie gaben mir Zuversicht, wenn ich mal wieder alles doof fand. Wenn ich lese entdecke ich zig tausend neue Möglichkeiten mich weiter zu entwickeln. Denn ich gebe meinem Gehirn mal eine Pause. 
Und so ist es mit so vielen Sachen, die wir zu schnell aus dem Blick verlieren, weil sie oberflächlich betrachtet unwichtig erscheinen.
Deswegen würde ich dir zum Abschluss gerne eine Frage stellen.

Was ist dir wirklich wichtig ?

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