3. Februar 2018

Mein Workflow

Hallo meine Lieben,
heute wollte ich euch zeigen, wie für mich so ein Shooting  abläuft.
Hierfür nehme ich als Beispiel ein TFP Projekt, Kundenshootings laufen größtenteils ähnlich, aber natürlich nicht so frei in der Gestaltung und Ideenfindung ab.
Für mich gehört zu einem kreativen Projekt einiges mehr, als nur das bloße Fotografieren und die anschießende digitale Nachbearbeitung. Und wer weiß, vielleicht könnt ihr meinem Workflow ja etwas abgewinnen.

D i e   I d e e

Ganz am Anfang steht eine Idee. Und diese Idee muss erst einmal entstehen.
Ich ziehe meine Inspiration aus den vielen Fantasy Büchern, welche mich tagein, tagaus, begleiten.
So flog ich auf Saphiras Rücken durchs Beor Gebirge, besuchte mit Harry, Ron und Hermine Hogwarts, verließ gemeinsam mit Bilbo das Auenland, trank am Tisch vom Hutmacher eine Tasse Tee,  gewann mit Katniss zusammen die Hungerspiele und flüchtete mit Arya aus Königsmund.
Beim lesen kommen mir zahlreiche Ideen und es entsteht in mir der Wunsch, andere mit in diese fabelhaften Welten zu nehmen.
Hat etwas in meinem Kopf Gestalt angenommen, nutze ich Pinterest, um zu meiner Vorstellung passende Moods zu sammeln. Ich hänge euch unter diesem Beitrag meinen Account bei Pinterest mit an, so könntet ihr dort durch meine „Pins“ stöbern und einen kleinen Eindruck gewinnen.

D i e    Z u s a m m e n a r b e i t

Habe ich ein sogenanntes „Moodboard“ erstellt, suche ich nach einem passenden Model. Meistens lohnt sich eine Ausschreibung nicht, denn ich habe schon eine genaue Vorstellung und mir fällt es sehr schwer, Bewerberinnen abzulehnen. Bei meinen Anfragen schicke ich dann in der Regel das Moodboard mit, ausserdem hänge ich einen Link zu meinem Portfolio an und erzähle ein bisschen was zu mir und meiner Idee. Wichtig: Nicht verzagen, wenn man mal abgelehnt wird. Nicht jeder hat Lust auf die selben Sachen und für ein gutes Foto ist es wichtig, dass die Chemie stimmt.
Zusammen kann man dann weitere Überlegungen anstellen. Sucht man noch nach einer Visagistin? Was für Requisiten braucht man und an welcher Location könnte alles ablaufen?
Meistens entwickelt sich das Projekt noch weiter, es wächst und gedeiht durch die Ideen der Mitwirkenden.

D a s   S h o o t i n g

Wenn es dann endlich ans Fotografieren geht, ist mir das Zwischenmenschliche sehr wichtig. Am meisten Spaß macht es mir, wenn ich die Personen vorher schon einmal getroffen habe. Dann sind die ersten Barrieren überwunden und man geht unbefangener miteinander um.
Ein paar Minitipps zum Shooting:
1) Ich habe meistens einen Hocker dabei, damit ich nicht kleiner als das Model bin. Oft sieht es nicht gut aus, wenn man in die Nasenlöcher hineinsehen kann, weil man von zu weit unten fotografiert.
2) Wenn ich daran denke, nehme ich meine kleinen Lautsprecher für Musik mit, das lockert die Stimmung.
3) Leider fällt es mir meist auch zu spät ein, aber ein Helferlein kann nie schaden! Er oder sie könnte zum Beispiel mit einem Reflektor Licht spenden, Wind damit zufächern oder auch Schatten erzeugen.
4) Schau am Tag vorher nochmal nach, ob deine Speicherkarten auf jeden Fall leer sind.
5) Wenn du meinst, du hast alle Bilder im Kasten, fotografiere nicht auf Zwang weiter. Man brauch ein und dieselbe Pose nicht duzende Male und niemand hat Lust sich am Ende durch 500 Bilder zu klicken.

D i e    B i l d a u s w a h l

Nach dem Shooting versuche ich möglichst zeitnah eine Bildauswahl zu treffen. Hierfür lösche ich erst einmal alle überflüssigen Fotos (unscharfe und von der Pose/Mimik ungünstige). Danach lege ich einen zweiten Ordner an und erstelle eine verkleinerte Kopie der Bilder. Diese lade ich bei Picdrop hoch. Hier kann man die Aufnahmen mit verschiedenen Farben bewerten und Kommentare schreiben. So kann das Model seine Lieblinge markieren und man kann auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
Auch hier findet ihr einen Link unter diesem Beitrag.
Wichtig: Ich versuche nicht mehr als 100 Bilder zur Auswahl zu stellen. Meiner Meinung nach überfordert alles was drüber liegt nur und ist unnötig.

D i e    N a c h b e a r b e i t u n g

Ich benutze Photoshop, um meine Bilder zu bearbeiten. Wesentlich ist hierbei, dass ich mich auch wirklich mit den Fotos auseinandersetzen möchte. Denn die Bilder werden nur halb so gut, wenn man eigentlich keine Lust drauf hat. Meist verhilft mir auch hier Musik zur richtigen Stimmung. Ich höre überwiegend ruhige, verträumte und melancholische Musik, weil diese am besten zu meinem Bildstil passt. Für die, die Spotify nutzen, hänge ich einfach mal meine Playlist an den Beitrag an.

Habt ihr noch weitere Fragen ? Dann kommentiert gerne! Ich freue mich über jeglichen Austausch! 🙂

Mein Pinterest Account: www.pinterest.de/viktoriamicheel/
Zu Picdrop: www.picdrop.de
Meine Spotify Playlist: open.spotify.com/user/micheeldesign/playlist/6NYKCMxNugvpRWEVWSv8ZH

RECENT POSTS

    One Comment

  • Anja 5. Februar 2018
    Reply

    Tolle Denkanstöße 😊

  • Kommentar hinterlassen

    *