Über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage reisen viele von uns zu Freunden oder Verwandten. Man verschwindet in eine Zeit fern vom Alltag und taucht meist erst im neuen Jahr wieder auf. Da die Weihnachtsgrüße, die auf postalischem Weg versendet werden, oft spätestens nach Silvester im Papierkorb landen, dachten wir uns, wir gestalten diesmal eine etwas andere Weihnachtspostkarte.

“Einfach mal abtauchen”, so lautet der Titel der Postkarte des Projektbüros. Dort studiere ich nun schon im zweiten Mastersemester an der Muthesius Kunsthochschule. Am einfachsten ist es, wenn ihr euch das Büro als eine Art Werbeagentur vorstellt, nur das wir aus Masterstudenten und Dozenten bestehen. Anhand der Projekte lernen wir für unser Fachgebiet.

Für die Postkarte überlegten wir uns als erstes ein Konzept. Was wollten wir vermitteln? Schnell wurde klar, dass wir auf den üblichen Weihnachtsfirlefanz verzichten wollten. Es sollte eine Karte entstehen, die man auch nach den Feiertagen noch behalten wollte, die man vielleicht sogar weiter verschenkte. Mit diesem Hintergedanken setzte ich mich mitte Dezember (wir waren spät dran) an den Schreibtisch und fing an, ein paar Skizzen zu entwerfen.

Illustrationsentwürfe:

Wir alle verliebten uns in den Taucher, nur sollte dieser noch etwas mehr durch den Raum gleiten, um nicht so steif auszusehen. Also tüftelte ich immer weiter an der Illustration, bis alle mit dem Taucher zufrieden waren.
Kleiner Tipp: Strichzeichnungen immer mit 1200 DPI anlegen. Klingt viel, ist aber wichtig wenn ihr dünne Linien habt und diese nicht pixelig werden sollen. Das hat was mit dem Druckraster zu tun, das möchte ich allerdings jetzt nicht weiter vertiefen. (Fotos 300 DPI, Web 72)

Eine Kommilitonin kümmerte sich um die Druckvorstufe und die Herstellung. Die Karte an sich blieb, außer einem kleinen Verweis auf das Projektbüro, unberührt. Auf einen transparenten Umschlag stempelten wir die Absender-Adresse und den Titel. Wer von euch schon ab und zu mal Sachen bestempelt hat, oder Kinder hat die dies gerne tun, dem dürfte nun vielleicht etwas aufgefallen sein. Stempelfarbe und glatte Oberflächen – das verträgt sich nicht. Am 20. Dezember stand ich also morgens noch bei mir in der Uni, besprühte 160 Briefumschläge mit Fixierspray, schüttelte alle einzeln trocken und brachte sie dann um kurz vor 13 Uhr zur Poststelle.


“Einfach mal abtauchen”

CLOSE MENU