29. März 2018

Die Epoche der Beschleunigung

Heutzutage soll alles möglichst schnell und unkompliziert ablaufen. Beschleunigung & Zeitoptimierung – diese Begriffe definieren unsere heutige Zeit und sind nicht mehr wegzudenken.

k e i n e  Z e i t  v e r g e u d e n

Für hastige Menschen ist das Leben heute einfacher. Aber was machen wir mit der gewonnenen Zeit? Wozu das alles?

Wir packen unseren Tag noch voller. Jede Minute muss sinnvoll und effektiv genutzt werden. Das Leben rast an uns vorbei, viel zu schnell, um es richtig genießen zu können. Wir sind immer auf dem Sprung und erledigen meist mehrere Sachen auf einmal. Möchten wir dies noch optimieren und lernen, wie wir unsere Zeit noch effizienter verwalten können, so erreichen wir mit ein paar Klicks im Internet Workshops, Onlineseminare und Videos zu diesem Thema.
Und das alles, obwohl wir uns so schon genug gehetzt fühlen.

N a t ü r l i c h e r   L e b e n s r h y t h m u s  –  F l e x i b l e  Z e i t p l ä n e

Wir verlieren immer mehr unseren natürlichen Lebensrhythmus. Gemeinsames Frühstücken oder den Sonntag nur mit der Familie verbringen – solche Rituale weichen immer mehr unseren flexiblen Zeitplänen.
Jeder kann sich seinen eigenen Plan erstellen und muss sich nicht mehr an bestimmte Zeiten halten. Ruhephasen planen wir am wenigsten ein. Eher nutzen wir diese, um noch schnell zwischen zwei Terminen den einen oder anderen Punkt auf unserer To-Do-Liste abzuarbeiten. Wir verzichten auf einen ruhigen Augenblick, um schnell die Emails abzurufen, die Wäsche aus dem Keller zu holen oder ähnliches.
Wir verlernen das Pausieren, das Abwarten, das Stillstehen. Das führt dazu, dass wir auch von Anderen erwarten, dass sie immer abrufbar sind.
Früher schrieb man einen Brief, brachte diesen zur Post und wartete dann auf eine Antwort. Heute ist man gleich erbost, wenn per WhatsApp und Co. nicht innerhalb der nächsten Stunde geantwortet wird.
Und auch das „Nein-Sagen“ fällt uns immer schwerer. „Irgendwo kriege ich den Termin schon unter, dann erledige ich die anderen Sachen einfach schneller.“ Schließlich sind wir ja Multitasking fähig.

Z e i t w o h l s t a n d

Jawohl.
Zeit haben – dies kann mittlerweile als ein Privileg angesehen werden und steht dem materiellen Wohlstand in nichts nach. Ansonsten wären Fachzeitschriften zum Thema Achtsamkeit nicht so in Mode. Ansonsten würden wir nicht mit jeder Optimierung versuchen mehr davon zu haben. Doch diese „Verbesserungen“ trügen. Oberflächlich gesehen sorgen sie dafür, dass wir mehr Zeit zur Verfügung haben. Doch betrachten wir unseren Tagesablauf genauer, nutzen wir Sie, um nur noch mehr zu erledigen. Das Ergebnis ist also, dass wir noch mehr im Stress sind. Das wir noch gehetzter von einem Termin zum anderen eilen.

A p p e l l

Ich möchte euch dazu auffordern, euch Gedanken zu eurem persönlichen Zeitempfinden zu machen. Nehmt euch mal Zeit, lebt auch einmal in den Tag hinein. Haltet auch mal inne und horcht in euch hinein.

Lasst uns rebellieren gegen Hektik und Stress. Lasst uns das Tempo drosseln, den Moment genießen.
Singletasking statt Multitasking.

1. Tue weniger. Trau dich auch mal „Nein“ zusagen. Genieße Pausen. Sie sind genauso wichtig.

2. Sei gegenwärtig. Fokussiere dich auf den Augenblick. Denke nicht immer daran, was noch alles getan werden muss. Achte auf das, was du gerade tust.

3. Singletasking. Mache eine Sache zur Zeit. Du wirst schnell merken, vieles klappt dann besser.

4. Abschalten. Sei nicht immer erreichbar und erwarte dies auch nicht von Anderen.

„Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.“ – George Orwell

 

Einen weiteren Blogbeitrag zum Thema Zeit findet ihr hier: Vom zu wenig Zeit haben

Ausserdem habe ich mir einen zweiten Instagramaccount eingerichtet, hier geht es viel um Natur, Fernweh, Fantasie und Freiheit: Anouk Northern Child

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