15. Februar 2019

Bienentänze und flüssiges Gold

Heyho meine Lieben,
lang ist der letzte Blogbeitrag her. Um so mehr freue ich mich, dass ihr den Weg hier her gefunden habt. Die lange Pause lag unter anderem daran, dass ich intensiv an meiner Bachelor Thesis gearbeitet habe. Ich studiere an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel Kommunikationsdesign, mit dem Schwerpunkt Konzept und Entwurf, Strategische Kommunikation. Mit diesem Semester endet mein Bachelor dort, und mein Master beginnt.

Das Buch

Den Winter über schrieb ich also an meinem Theorieteil – und hatte die Sondererlaubnis, diesen literarisch zu verfassen. Entstanden ist dabei ein kleiner Roman in Form eines Tagebuchs. Bienentänze und flüssiges Gold – die Kieler Honigmacherinnen handelt von der Imkerin Utha Bonowsky und ihren Bienen von Kieler Honig. Kieler Honig ist eine Standortimkerei, denn Uthas Bienen stehen überall in Kiel verteilt und wandern keine speziellen Trachten an. Das Buch verrät viele interessante Fakten über das Leben der Bienen, Arbeiterinnen unter vielen, die tagtäglich bei gutem Wetter ausfliegen und Nektar sammeln. Dabei bestäuben sie unsere Pflanzenwelt und sorgen so für deren Bestehen. In der Geschichte nehme ich den Leser mit auf unsere Ausflüge zu den Bienenstöcken, stelle Utha Fragen bei ihrer Arbeit und halte die Momente in Bildern fest. Warum Bienen tanzen, was sie sonst noch so machen, wie Honig entsteht und gewonnen wird, und noch vieles mehr, könnt ihr in dem Buch lesen  mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten :-).

Auch die Gestaltung gehörte mit zu meinem Bachelor. So beschäftigte ich mich hier nicht nur mit dem Layout, sondern auch mit den verschiedenen Materialien, die ich zur Buchgestaltung verwenden konnte. Letzten Endes band ich auch die Bücher selbst. Bis jetzt gibt es fünf handgemachte Exemplare, von denen ich eins total versemmelt habe (Klebe/Leim und ich  das war noch nie eine gute Kombi). Aufgrund der großen Nachfrage bin ich zusammen mit Utha allerdings auch schon auf der Suche nach einem Verlag. Sollte es tatsächlich verlegt werden, gebe ich euch nochmal Bescheid :-).

Die Kampagne

Wenn man sich länger mit den Bienen beschäftigt, kommt man nicht umhin festzustellen, dass sie viel mehr sind, als nur Honiglieferanten. Die Biene nimmt eine zentrale Position als Bestäubungsinsekt in unserem ökologischen Gefüge ein. Keine Bienen, keine Bestäubung, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche, gemeinschaftliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass das Gleichgewicht der Natur erhalten bleibt. Bei dem Projekt Bienen mieten – Miet Me befasse ich mich mit der Aufteilung dieser Verantwortung. Utha bietet seit 2018 an, dass man bei ihr Bienenvölker mieten kann. D.h. man bezahlt an sie einen monatlichen Betrag, und dafür stellt sie bei einem Bienenvölker auf und pflegt diese. Indirekt trägt man so zur Bestäubungsleistung in der Welt bei, und erhält außerdem am Ende des Sommers auch eigenen Honig. Dies ist vor allem interessant für große Firmen, denn diese sind seit 2017 von der EU dazu verpflichtet, im Bereich „Corporate Social Responsibility“ tätig zu werden. 10% des Gewinns fließen außerdem in den Kieler Honig Bildungsfond, sodass in diesem Bereich weiter aufgeklärt werden kann.

Während des Buchverlaufs von Bienentänze und flüssiges Gold wird der Protagonistin klar, dass der Hauptjob der Bienen die Bestäubung unserer Pflanzen ist. Der Leser wird also durch das Buch zu meinem zweiten Teil der Bachelor Arbeit hingeleitet. In diesem Part gestaltete ich eine kleine Kampagne zu dem Thema. In Form von drei Anzeigen und eines Plakats wird auf die Bestäubungsleistung aufmerksam gemacht und dazu aufgefordert, bei Kieler Honig Bienen zu mieten.

Unterstützung

Die beiden Projekte standen sozusagen unter dem Stern „Frauenpower“. So wurde ich in der Gestaltung unterstützt von Prof. Silke Juchter, mit der ich mich den Winter über fast jeden Dienstagabend traf um meine Ideen und Entwürfe zu besprechen. Prof. Dr. Christiane Kruse betreute derweil die Entstehung meiner kleinen Geschichte. U.a. unternahm  sie das Lektorat des ersten Kapitels, sodass ein runder Einstieg gelang.

Die Präsentation

Am 12. Februar 2019 war es dann soweit, meine Präsentation in der alten Mu am Lorentzendamm in Kiel stand an. Vor ca. 50 Leuten durfte ich meine Arbeit präsentieren und über dieses wichtige Thema sprechen. Abgerundet haben wir den Tag mit einem Honigtasting und Honigpunsch in der Kieler Honig Werkstatt. Stolz wie ein Honigkuchenpferd darf ich verkünden, dass ich nun den Bachelor in der Tasche habe und Anfang April mein Masterstudium im Projektbüro der Muthesius beginnen darf. Ich freue mich schon auf viele neue Projekte und werde euch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Eure Viktoria

Weiterführende Links über das Projekt Bienentänze und flüssiges Gold :

 

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